Intensive Vorarbeit
Bereits im Jahr 2005 war Schloss Eggenberg für die begehrte Aufnahme ins Weltkulturerbe der UNESCO eingereicht worden, die UNESCO erteilte Graz bei ihrer 30. Sitzung des Welterbekomitees (WHC) 2006 in Vilnius (Litauen) jedoch den Auftrag, für ihre gesamte Welterbezone einen Managementplan zu erstellen. Nachdem dieser eingereicht und von der UNESCO wohlwollend zur Kenntnis genommen worden war, wurde mit dem Universalmuseum Joanneum des Landes Steiermark gemeinsam die neuerliche Bewerbung vorbereitet. Insbesondere ging es darum, die historische Achse zwischen der bereits 1999 zum Weltkulturerbe ernannten Grazer Altstadt und Schloss Eggenberg im Westen der Stadt darzustellen und eine Pufferzone zum Schutz der historischen Baujuwele einzurichten. Für diese Aufgaben zog die zuständige Grazer Stadtbaudirektion zu Beginn des heurigen Jahres internationale Experten zu Rate, unter ihnen den berühmten englische Star-Landschaftsarchitekt Hal Moggridge, der auch im Auftrag des britischen Königshauses tätig ist, sowie den offiziellen österreichischen Welterbe-Beauftragten Ministerialrat Dr. Bruno Maldoner aus dem Kulturministerium und den Präsidenten von ICOMOS Österreich, Dr. Wilfried Lipp. Nach tagelangen intensiven Verhandlungen konnte mit Hilfe dieser Fachleute der Erweiterungsantrag für das Grazer Weltkulturerbe um Schloss Eggenberg ergänzt werden. So schaffte man nicht nur den Sprung auf die Tagesordnung der WHC-Sitzung in Brasilia, sondern auch eine Empfehlung der ICOMOS für die Aufnahme. ICOMOS ist übrigens der Internationale Rat für Denkmalpflege, der die Einreichungen für die Aufnahme ins Weltkulturerbe evaluiert und Beschlussempfehlungen abgibt.
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Alle Fotos: Universalmuseum Joanneum / zepp®cam.at 2010/Graz, Austria
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