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Leistbares Wohnen auf bestem Holzweg

Im Reininghaus-Quartier 7 entstehen innovative Holzbauten



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Präsentierten das Siegermodell fürs Reininghaus-Quartier 7: von links Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle, Preisgerichtsvorsitzenden Arch. DI Simin Speigner, ENW-Vorstandsdirektor Ing. Wolfram Sacherer, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, die Wettbewerbssieger Arch. DI Andreas Gratl und Arch. DI Iris Rampula-Farrag vom Architekturbüro balloon, Landesrat Hans Seitinger, ENW-Vorstandsdirektor Mag. Alexander Daum und Stadtplanungsamtsvorstand DI Bernhard Inninger. (Foto: Stadt Graz/Fischer)


Holzbauten in Superniedrigenergiestandard - die 211 künftigen Wohnungen im Reininghaus-Quartier 7 glänzen mit Spitzenqualität.

Der nächste (Genie-)Streich für Reininghaus ist auf dem Weg: Im Quartier 7 südlich der Wetzelsdorfer Straße und östlich der Brauhausstraße werden die Siedlungsgenossenschaft Ennstal und die ENW - beides Unternehmen der Wohnbaugruppe Ennstal - insgesamt 211 Wohnungen in vier größeren Blöcken errichten. In das Großprojekt werden knapp 35 Millionen Euro investiert. Den Architekturwettbewerb gewann das Grazer Büro balloon.


Nagl: Reihe aus Baumhäusern

Bei der Präsentation des Siegerentwurfs im Grazer Rathaus wartete Bau- und Planungsreferent Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl mit beeindruckenden Vergleichen auf: „Wir entwickeln im Grazer Westen mit Reininghaus und der Smart City nahe des Hauptbahnhofs eine Stadt, in der ungefähr gleich viele Menschen leben werden wie in Leoben. Und das ist immerhin die zweitgrößte Stadt der Steiermark!" Daher brauche es auch etwas Geduld. Besonders hob Nagl hervor, dass das preisgekrönte Projekt für das Reininghaus-Quartier 7 eine „Reihe aus Baumhäusern" fortsetze, sei doch der Werkstoff Holz auch schon für die benachbarten Bauwerke im Gelände der einstigen Hummelkaserne - das GGZ-Pflegewohnheim sowie ein kurz vor der Fertigstellung stehender sozialer Wohnbau - erfolgreich eingesetzt worden. Mit dem Quartier 7 setze man einen weiteren wichtigen Mosaikstein ins Gesamtpuzzle von Reininghaus ein.



Seitinger: Bevölkerungszuwachs als Herausforderung

Der für die Wohnbauförderung zuständige Landesrat Hans Seitinger bezeichnete den jährlichen Bevölkerungszuwachs von 4.000 bis 6.000 Menschen in Graz als Herausforderung an die Infrastruktur. Leistbares Wohnen könne man bei steigenden Grundstückspreisen durch kleinere Wohneinheiten, höhere Bauten und Sanierungen von Bestandsgebäuden, nach Möglichkeit in Verbindung mit einer Verdichtung, erzielen. Die Politik müsse Gesetze und Förderungen stets neu überdenken, betonte der Landesrat, der den Baustoff Holz im geförderten Wohnbau besonders unterstützt: „Immerhin bietet der steirische Holzcluster rund 55.000 Arbeitsplätze!“





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So wird das Quartier 7 - ausgeführt in Holzbauweise mit Superniedrigenergiestandard - aussehen. (Visualisierung: Architekturbüro balloon)


ENW mit ehrgeizigem Zeitplan

Seitens der ENW betonten die Vorstandsdirektoren Ing. Wolfram Sacherer und Mag. Alexander Daum, dass man bei der gemeinsam mit der Stadt Graz und der ArchitektInnenkammer vorbereiteten Aufgabenstellung für den Wettbewerb nicht nur die Gebäude, sondern auch eine hochwertige Infrastruktur mitbedacht habe: „Da ging es auch um Frei- und Grünräume sowie ein nachhaltiges Verkehrskonzept, das den Motorisierten Individualverkehr so weit wie möglich durch Fuß- und Radverkehr, Öffentlichen Verkehr oder sanfte alternative Mobilitätsformen ersetzt!“ Von den 211 Wohnungen mit insgesamt rund 15.400 Quadratmeter Wohnfläche werden 40 Prozent als Vier-Zimmer-Einheiten angeboten – als klares Signal an Familien. Der Zeitplan ist ehrgeizig: Noch heuer im Spätherbst will man zum Spatenstich einladen, realisiert soll das Großprojekt in zwei Bauabschnitten bis Sommer 2020 werden.



Werle: Innovative Wege

Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle betonte das hohe Niveau des Architekturwettbewerbs, für dessen Durchführung er der ENW dankte. Zusätzlich zu den städteplanerischen Vorgaben garantierten zivilrechtliche Verträge, dass die Entwicklung der einzelnen Reininghaus-Quartiere in die von der Stadt gewünschte Richtung gingen. Dass auch zwei Euro pro Quadratmeter als Beitrag für die Kunst vereinbart wurden, hob Werle besonders hervor. Ansonsten setze man auf die bewährte „Stadt der kurzen Wege“: Ein urbaner Nutzungsmix, der alle Bedürfnisse des täglichen Lebens in fußläufiger Entfernung anbiete, vermeide Zwangsmobilität per Auto und fördere eine gewünschte soziale Durchmischung. Auch mit einem Niedrigtemperatur-Energienetz, das von der nahen Marienhütte gespeist werde, beschreite man innovative Wege.



Inninger: Ideale Voraussetzungen

Stadtplanungsamtsvorstand DI Bernhard Inninger sieht im Quartier 7 „ideale Voraussetzungen für ein attraktives Wohnumfeld“, mit dieser guten Lage müsse man nachhaltig und weise umgehen. Das Siegerprojekt komme diesen Anforderungen nach, es sei auch von einer „angemessenen Maßstäblichkeit“ in Bezug auf seine Umgebung. Der Bebauungsplan sei bereits in Ausarbeitung; dieser werde über den Sommer öffentlich aufgelegt und auch bei einer Informationsveranstaltung den BürgerInnen präsentiert.



Gratl: Vier Unterquartiere mit Wohnhöfen

Für das siegreiche Architekturbüro balloon stellte Arch. DI Andreas Gratl das Projekt im Detail vor. Trotz vieler Vorgaben in der Auslobung habe man sich für ein Projekt mit vier Unterquartieren zu je 50 bis 60 Wohneinheiten entschieden. Jedem dieser Unterquartiere ist ein eigener Wohnhof zugeordnet – zusätzlich zum öffentlichen Quartierspark in der Nähe. Bei der Höhenentwicklung der einzelnen Gebäude habe man auf eine Anpassung an die bereits bestehende und künftige Nachbarschaft geachtet.



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Das Modell zeigt, wie sich das Quartier 7 harmonisch in die Gesamtentwicklung des Reininghaus-Areals einfügt. (Foto: Stadt Graz/Fischer)



Speigner: 49 Projekte eingereicht

Preisgerichts-Vorsitzender Arch. DI Simon Speigner zeichnete die Entscheidungsfindung nach: Von insgesamt 49 eingereichten Projekten in einem steiermarkweit offenen Wettbewerb habe man sechs Vorschläge in die entscheidende zweite Runde mitgenommen. Der Siegerentwurf sei zwischen den beiden Wertungsdurchgängen entscheidend verbessert worden. Auch Speigner lobte die Rolle der Steiermark als Vorreiter für die Forcierung des nachhaltigen Rohstoffs Holz: „Mit sechsgeschoßigen sozialen Wohnbauten aus Holz sind wir europaweit Spitze!“



Alle Wettbewerbsbeiträge in Ausstellung

Sämtliche Beiträge des Architekturwettbewerbs sind in einer Ausstellung zu sehen, die von Mittwoch, 6. Juli, 9 Uhr, bis einschließlich Mittwoch, 13. Juli 2016, 12 Uhr, am sogenannten Gösserboden im Reininghaus-Areal, Alte Poststraße 190a (Zufahrt über Reininghausstraße 5), besichtigt werden kann. Die Ausstellung ist Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt zugänglich.

 

Wolfgang Maget




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Siehe dazu auch:



Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl




Stadtbaudirektion Graz




Stadtplanungsamt Graz




Links:



Landesrat Hans Seitinger




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